Keine Fristsetzung bei Sachschäden wegen Obhutspflichtverletzung

Ein Schadensersatzanspruch ist nicht deshalb ausgeschlossen, weil der Vermieter keine Frist zur Beseitigung der Schäden gesetzt hat.

Der Bundesgerichtshof entschied in einem aktuellen Urteil, dass Vermieter keine Frist setzen müssen, wenn Mieter einen verursachten Schaden beseitigen sollen. Dies gilt auch, wenn das Mietverhältnis bereits beendet worden ist (AZ XII ZR 79/17).

Schäden an der Sachsubstanz der Mietsache, die durch eine Verletzung von Obhutspflichten des Mieters entstanden sind, hat dieser - auch nach Beendigung des Mietverhältnisses - nach §§ 280 Abs. 1, 241 Abs. 2 BGB als Schadensersatz neben der Leistung nach Wahl des Vermieters durch Wiederherstellung (§ 249 Abs. 1 BGB) oder durch Geldzahlung (§ 249 Abs. 2 BGB) zu ersetzen, ohne dass es einer vorherigen Fristsetzung des Vermieters bedarf

 


Kundenempfehlung:

98,9 %

unserer Kunden
empfehlen uns weiter

Kundenbewertung:

ø 4,9 / 5